Datenschutz im Netz

Privatsphäre im World Wide Web

panoptikum
Digitales Panopticon

„Wer nicht möchte, dass andere etwas erfahren, der sollte es vielleicht am besten gar nicht tun“ Google Gründer Eric Smith 2010

 

Im Informationszeitalter bekommt der Schutz der eigenen Daten eine besondere Bedeutung. Niemals zuvor war es möglich, dass sich (private) Daten so unkontrolliert und global verbreiten konnten. Die digitale Speicherung und die weltweite Vernetzung machen es möglich, wie der NSA-Skandal deutlich vor Augen führt. Kein Zweifel, das Interesse an unseren Daten ist groß, umso dringlicher ist ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten im Netz. Wir haben ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung (§6 MRRG), ein Recht zu wissen, wer Daten von uns sammelt und speichert. Doch ist der Anspruch, die Kontrolle über die eigenen Daten zu bewahren, in einer digitalisierten Welt noch realistisch? In sozialen Netzwerken geben wir überdies die Rechte an unseren privaten Informationen ganz freiwillig preis. Wer macht hier eigentlich wem ein kostenloses Angebot?

 

Angebote zum Thema finden Sie hier...

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Facebook für Kinder ungeeignet!

[22.10.13] Die neuen Datenschutzeinstellungen für Jugendliche bei Facebook sind alarmierend. SCHAU HIN! rät Eltern, diese genau zu prüfen, ihre Kinder für Gefahren und mögliche Sicherheitslücken zu sensibilisieren und Alternativen anzubieten. mehr...

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Datenschutz ist ein Menschenrecht!

[25.09.13] Während die Technologien, welche die staatliche Kommunikationsüberwachung unterstützen, verbessert werden, vernachlässigen die Staaten sicherzustellen, dass Gesetze und Verordnungen in Bezug auf Kommunikationsüberwachung in Einklang mit internationalen Menschenrechten stehen und die Rechte auf Privatsphäre und Meinungsfreiheit beachtet werden. mehr...

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Leben wir in einem Überwachungsstaat?

[14.08.13] Was ist eigentlich ein Überwachungsstaat, nach welchem System funktioniert ein solcher und unterscheiden sich die demokratisch verfassten Länder im Westen, wie Deutschland, noch von einem Überwachungssytem der eigenen Bürger? Dieser Frage geht manniac auf sehr didaktische und kunstvolle Art und Weise nach. Doch sehen Sie selbst, hier...

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Was wissen meine Freunde über mich?

[14.08.13] Mit der App "Friend Inspector" können Sie ihren Account bei Facebook analysieren. Kennen Sie all Ihre Kontakte? Was können Ihre Facebook-Freunde von Ihrem Profil sehen und was erfahren diese dadurch von Ihnen? Darüber hinaus werden Tipps gegeben, wie Sie ihre Privatsphäre-Einstellungen ggf. optimieren können. mehr...

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Wo führt das hin?

[15.07.13] Wissen Sie wo Ihre Daten landen, wenn Sie sich im Internet bewegen und welche Geheimdienste Ihre Daten potenziell abzweigen? Schauen Sie hier...

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Analysieren Sie Ihren Facebook Account

[01.07.13] Mit dem Personal-Analytics-Tool von Stephen Wolfram können Sie kostenlos Ihren Facebook-Account analysieren. Das gibt Ihnen interessante Aufschlüsse über ihr soziales Beziehungsgeflecht in Facebook und lässt erahnen, was dieses über Sie aussagt. Die Daten fließen anonymisiert in regelmäßige Studien von Wolfram Research ein, die Sie hier abrufen können.

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Facebook - kostenlos aber für wen?

Es soll ja immer noch viele Facebook-Nutzer geben, die dem Irrglauben, sie seien Kunden und würden eine kostenlose Dienstleistung in Anspruch nehmen, anhängen. Richtig ist, die Nutzer von „kostenlosen“ sozialen Netzwerken sind nicht die Kunden, sondern das Produkt. Insofern macht Facebook Ihnen kein kostenloses Angebot, sondern Sie als Nutzer offerieren Facebook kostenlos Ihre Daten. Und Facebook macht damit satte Gewinne. Der Wert eines Facebook-Accounts, also Ihre Daten, wird zwischen 50 und 100 Dollar geschätzt. 

Facebook erzielt Umsätze durch den Verkauf der Nutzerdaten an Werbekunden. Bei der Anmeldung erteilen Sie Facebook die Erlaubnis zur Verwendung "bereitgestellte Informationen".  Trotz der großen Beliebtheit von Facebook, vertrauen die Deutschen diesem Dienstanbieter aus den USA nicht besonders (Bitcom 2011). Auch Datenschützer sehen Facebook kritisch. Die Verwendung von personenbezogenen Nutzerdaten in Facebook entspricht nicht den nationalen Datenschutzbestimmungen in Deutschland.

Personenbezogene Daten

pickaface.net
pickaface.net

Grundsätzlich gilt: Begleiten Sie Ihre Kinder bei der Accounterstellung in einem sozialen Netzwerk! Seien Sie bei der Eingabe von personenbezogenen Daten in sozialen Netzwerken vorsichtig. Lassen Sie den Zugriff auf Ihre Outlookdaten gleich bei der Facebook-Anmeldung nicht zu. Geben Sie in Ihrer Community nie Ihre tatsächliche Adresse und Telefonnummer an. Nennen Sie bei der Anmeldung max. Ihren Vornamen (z. B. Markus N.) oder lediglich einen Nickname, mit dem Sie nur von Ihren Freunden erkannt werden. Erstellen Sie sich für die Anmeldung am besten mit diesem Nickname auch eine neue E-Mail Adresse, z. B. bei web.de. Um einen Missbrauch Ihres Accounts zu vermeiden, verwenden Sie ein sicheres Passwort, das nur Sie kennen. Einer Gesichtserkennung begegnen Sie grundsätzlich, indem  Sie nur Titel- und Profilbilder verwenden, auf denen Sie nicht zu erkennen sind. Hierzu können Sie auf meine kostenlosen Profilbilder to go  zugreifen. Lustige Profilbilder können Sie auch leicht selbst erstellen, z. B. mit pickaface.net, Photobooth, Foto Sketcher oder Cartoonist. Vorteil bei Photobooth: Sie können die Bilder über die Software direkt auf Facebook hochladen.

Einstellung der Privatsphäre

"Menschen sind einverstanden damit, Informationen über sich mit anderen zu teilen und werden immer offener zu immer mehr Menschen. Die sozialen Normen hier haben sich in der Zeit entwickelt.„

Facebook Gründer Mark Zuckerberg 2010

 

Diese Vision einer „entwickelten sozialen Norm der Offenheit“ wird nicht von allen geteilt. Wenn Sie dies auch nicht tun, Facebook aber trotzdem privat nutzen möchten, müssen Sie Ihre Privatsphäre in diesem Netzwerk schützen. Die Standardeinstellungen sind hier nicht ausreichend. Sie müssen den Schutz Ihrer Daten „Benutzerdefiniert“ einstellen. Zum einen gegenüber anderen Nutzern und zum anderen gegenüber den Werbekunden von Facebook. Die „Materialien zum Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken – Facebook“ von klicksafe.de helfen Ihnen dabei. Das verhindert natürlich nicht, dass alle Daten ungefiltert von Facebook selbst gespeichert werden. Sie müssen damit rechnen, dass die Speicherung auf unbestimmte Zeit erfolgt, selbst dann noch, wenn Sie Ihren Account schon lange gelöscht haben sollten.

Recht am eigenen Bild

Sollten Bilder von Ihnen durch Dritte ohne Ihr Einverständnis auf Internetplattformen hochgeladen worden sein, z. B. Partybilder, können Sie die sofortige Löschung  verlangen. Sie haben ein Recht am eigenen Bild (§201a StGB, §22 KunstUrhG), auf das Sie sich berufen können. Versuchen Sie das immer persönlich mit dem Uploader zu regeln, das geht am schnellsten. Sie könnnen die Löschung Ihrer Daten aber auch über die Meldefunktion bei den meisten Dienstanbietern anfordern. Beachten Sie, dass Bilder von Minderjährigen grundsätzlich nur mit dem Einverständnis der Eltern verwendet werden dürfen.

Altersfreigaben

Achten Sie bei der Anmeldung auch auf die Altersfreigaben sozialer Netzwerke; Sie dienen dem Schutz Ihrer Kinder. Eine Missachtung dieser Freigaben ist gerade vor dem Hintergrund des Datenschutzes bzw. des Datenmissbrauchs nicht zu empfehlen.

 

Facebook: ab 13 Jahre

Instagram: ab 13 Jahren

WhatsApp: ab 16 Jahren

Weitere Infos zum Thema

 

Bundesdatenschutzbeauftragte

 

Das virtuelle Datenschutzbüro

 

Tipps für Kinder

 

Kleines Spiel zum Thema

 

Tipps für Jugendliche

 

Young Data