Jugendmedienschutz

Zwischen Bewahrung und Bildung

Wir gehen allgemein davon aus, dass es Medieninhalte gibt, die die psychosoziale Entwicklung unserer Kinder gefährden bzw. beeinträchtigen können. Hierzu zählen neben extremistischen Schriften rechtradikaler oder islamistischen Gruppierungen vor allem die massenhafte Darstellung von Gewalt und Pornographie.

Altersfreigaben

Die öffentliche Verbreitung von jugendgefährdenden Medien wird hauptsächlich über das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und den Jugendmedienstaatsvertrag (JMStV) eingeschränkt. Das Jugendschutzgesetz regelt den Umgang mit sogenannten Trägermedien, also kurz Medien zum Anfassen (beispielsweise DVDs, CDs, Konsolenspiele). Beschränkt wird die Verbreitung bzw. der Verkauf dieser Medien an Minderjährige. Entscheidend für den Verkauf sind hierbei die Altersfreigaben, die beispielsweise von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) für Filme oder von der Unterhaltungssoftwareselbstkontrolle (USK) für digitale Spiele vergeben werden.

Indizierungen von Medien

Sehr extreme Medieninhalte können von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert werden. Die Bewerbung und der Handel mit den entsprechenden Trägermedien werden damit stark eingeschränkt. Neben dem JuSchG auf Bundesebene enthält der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder Bestimmungen zum Jugendschutz in Rundfunk-und Telemedien, d. h. für Radio, Fernsehen und Internet. Zur Aufsicht der Rundfunk- und Telemedien wurde die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eingerichtet. Sie wird in der Überwachung des Internets auf nationaler Ebene von Jugendschutz.net unterstützt.

Präventiver Jugendmedienschutz

Zum präventiven Jugendmedienschutz gehört neben der Bewahrung auch die intensive Begleitung der Kinder und Jugendlichen im Mediensozialisationsprozess. Hierzu gehören die Vermittlung von Medienkompetenz und der Ausbau von Medienbildungsangeboten. Die Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM) versucht, beispielsweise mit dem Webangebot für Kinder internauten.de, auch präventiv Medienkompetenz zu vermitteln. So gibt es im Netz mittlerweile viele gute Dienstanbieter für Kinder und Jugendliche, die über interaktive Angebote (z. B. Internet ABC) und Aufklärungsarbeit (z .B. klicksafe.de) einen wertvollen Beitrag zur Medienerziehung und –bildung leisten.

Jugendschutz im Netz

Zuständig für die Aufsicht der Rundfunk- und Telemedien, und damit auch für das Internet, ist die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Im Onlinebereich wird sie dabei von jugendschutz.net unterstützt, jugendgefährdende Inhalte im Netz einzudämmen.

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