Integrative Medienarbeit

Voneinander lernen, miteinander leben

„Ich hatte vorher noch nichts mit geistig behinderten Menschen zu tun und war höchst erstaunt, wie diese Lehrveranstaltung einen Eindruck von Homogenität in dieser Gruppe bei mir erweckte“ (IM Fulda 2003).

 

Dieses Zitat einer Studentin entstammt der Evaluation einer integrativen Lehrveranstaltung, die 2003 an der Fachhochschule Fulda von der Mediengruppe Bilderstürmer in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gekeler angeboten wurde. Diese Veranstaltung war die dritte ihrer Art, in der ein Hochschulangebot für Menschen mit Lernschwierigkeiten geöffnet wurde.

 

Lernziel des Seminars war es, den praktischen Umgang mit dem technischen Medium Videofilm von der ersten Aufnahme bis zum letzten Schnitt zu erlernen. In einer vorangegangenen Informationsveranstaltung wurden die studentischen TeilnehmerInnen darauf hingewiesen, dass sie in diesem Seminar gemeinsam mit geistig behinderten Menschen lernen werden. Das integrative Moment dieser Veranstaltung lag in der Überzeugung, dass es möglich ist, einen Lerngegenstand didaktisch so aufzubereiten, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten und StudentInnen gleichberechtigt miteinander und voneinander lernen können.

 

Eine weitere Herausforderung war die Annahme, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten in der Lage sind, den Umgang mit komplexen Kulturtechniken, wie mit technischen Medien, zu erlernen und für sich individuell nutzbar zu machen. Im Rahmen einer allgemein verstandenen Bildungsarbeit erfasst diese Medienpädagogik bewusst Menschen mit Lernschwierigkeiten als Zielgruppe. Um den Gedanken des medienpädagogischen Bildungsauftrags mit dem Auftrag der Integrationsarbeit in der Pädagogik zu verbinden, entwickelten wir den Begriff „Integrative Medienarbeit“.

Downloads

 

Video zum Thema

 

Reader zum Thema

 

Diplomarbeit zum Thema

Ein Forschungsprojekt von: